Über mich
Schon als Kind haben mich Pferde in ihren Bann gezogen. Angefangen hat es mit Schlachtpferden, die auf einer Weide gewartet haben bis sie getötet wurden. Ich habe mich mit meinem kleinen Bruder auf die Weide geschlichen und die Pferde geputzt, gestreichelt und Ihnen wenigstens in den letzten Stunden noch etwas Zuneigung geschenkt.
Nach den ersten Reitstunden bekam ich mein erstes Pflegepferd, mit dem ich die ersten Reiterwettbewerbe auf Turnieren absolvieren durfte. Als dieses Pferd endgültig in Rente ging, kam meine Zeit auf einem Haflinger und dann auf verschiedenen Pferden, die ich reiten durfte, oft, weil die Besitzer Probleme hatten. Die ersten E-und A-Dressuren hab ich mir mit Bonny erarbeitet (junges Pferd, das nichts kannte, sie ist gestiegen, hat die Besitzerin schwer verletzt, ...).
Auf dem Turnier wurde mir dann das Angebot gemacht, den Deckhengst Amman reiten zu dürfen. Er war mein absolutes Traumpferd und er hat mir so viel beigebracht. Von den ersten Ritten auf Kandare, A-und L-Dressur, meine ersten "hohen Sprünge (110cm)", das grosse Reitabzeichen (Spring- und Dressur-Lizenz), Ausritte mit Marc und seiner Stute, Reiten ohne Sattel, alles hat er mit mir mitgemacht.
Die Motivation für mein Studium (Biologie, Dr in Humanbiologie) war, dass ich mir danach mein erstes eigenes Pferd kaufen kann. Für mehr als ein Fohlen hat das Geld aber nicht gereicht, so hab ich mein erstes Pferd als Absetzer gekauft und 3 Jahre begleitet bis ich ihn anreiten konnte (bis GA-Niveau). 4-jährig hab ich ihn einer Freundin verkauft, die damals mehr Zeit für ihn hatte als ich. Sie konnte ihm gerecht werden, während ich eine Kinderpause eingelegt habe. Er lebt immer noch in meiner Nähe und die Besitzerin ist nach wie vor sehr glücklich mit ihm.
Nach meiner Reitpause haben meine Kinder mich den Pferden wieder näher gebracht und wir haben Marcelino gekauft, ein 4-jähriger Westfalenwallach. Ein wunderschönes Pferd, das aber bisher meine grösste Herausforderung war. Verletzungen, Huffehlstellung, enorme Schiefe, die Einstellung "ich mach nur was unbedingt sein muss", das alles war herausfordernd, aber ich hab dadurch extrem viel gelernt.
Besonders inspiriert haben mit Esra Ruhland IN_BALANCE Pferdetraining, die Hofreitschule Bückeburg, Anja Beran, Philippe Karl und Yvet von Featherlight horsemanship
Die IN-BALANCE Ausbildung (nicht vertikal) besteht aus Handarbeits-und Reitübungen aus der altklassischen Dressur und hat den Schwerpunkt auf gesundheitsförderndem Training (Balance, Tragkraft, Mobilisation, Aufbau Rückenmuskulatur) mit feinen Hilfen.
Ich bin nun im 3. Jahr und mein Pferd hat dadurch gesundheitlich sehr profitiert. Unsere Kommunikation und unser Körpergefühl ist seither nochmal sehr gewachsen. Nach einer Hufrehe 2022 konnte ich ihn durch das IN-BALANCE Training zunächst am Boden sehr gut aufbauen. Inzwischen arbeiten wir auch beim Reiten an der Balance, Tragkraft und Versammlung und er ist so fit und glücklich wie ich ihn vorher nicht erlebt habe.
Seit November 2025 ist Vino (PRE, damals roh und frisch kastriert) bei uns eingezogen. Ich habe ihn nach klassischen Grundsätzen angeritten und er hat sich schon sehr gut entwickelt (siehe Referenzen).